Daimler und BMW legen Carsharing-Angebote car2go und DriveNow zusammen

Ein beliebtes Modell der Drive Now Flotte: Der BMW Mini // Bildquelle: deposithotos.com / fransz

Daimler und BMW haben die Zusammenlegung ihrer Carsharing-Angebote car2go und DriveNow angekündigt. Über eine derartige Zusammenarbeit hatten Branchenkenner schon seit rund einem Jahr spekuliert, jetzt will man sie in die Tat umsetzen.

Carsharing-Anbieter mit vier Millionen Kunden


Die beiden Automobilhersteller wollen durch die Zusammenlegung einen neuen Mobilitätsdienstleister aufbauen, der es auf vier Millionen Kunden und 20.000 Fahrzeuge bringt. Auf diesem Weg will man die eigene Position gegenüber Konkurrenten wie Didi Chuxing oder Uber stärken. Passend dazu erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche, als Pioniere des Automobilbaus wolle man nicht anderen das Feld überlassen, wenn es um die urbane Mobilität der Zukunft geht. Auch BMW-CEO Harald Krüger will das Gemeinschaftsprojekt als Kampfansage an die noch jungen Konkurrenten verstanden wissen.


Die Zusammenarbeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Carsharing-Anbieter. Gleichzeitig sollen auch Daimlers Taxi- und Mobilitätsapps mytaxi und moovel mit den Park- und Elektroautoladediensten von BMW in einer Plattform zusammengeführt werden. Der Kundenstamm würde sich dann auf 40 Millionen Menschen weltweit belaufen. Für die Profitabilität derartiger Dienste ist eine hohe Reichweite entscheidend.

DriveNow-Mini in Berlin // Bildquelle: drive-now.com / DriveNow

Zuvor Anteile von Europcar und Sixt übernommen


Um das Projekt realisieren zu können, haben sowohl Daimler als auch BMW die Anteile ihrer bisherigen Partner Europcar und Sixt übernommen. Ziel sei es nun, das Geschäft weltweit schnellstmöglich auszurollen und so eine Führungsrolle in der Branche einzunehmen, so Zetsche. Eine sofortige Umsetzung ist jedoch nicht möglich. Weil es sich um die Zusammenlegung zweier großer Anbieter handelt, muss das Vorhaben zuerst noch von den Kartellbehörden geprüft werden.

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